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Business Basics: Internet of Things und was es für Unternehmen bedeutet

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Es wird als Schlüsseltechnologie der Zukunft gehandelt, dominiert Fachmessen wie CeBIT oder Hannover Messe und doch ist der Begriff für viele nicht ganz klar: Internet of Things. Oder kurz IoT. „Smart“, „intelligent“ und „mitdenkend“ soll es sein. Doch was steckt hinter dem Begriff und wie kann IoT die Prozesse in Unternehmen optimieren? In der Reihe Business Basics klären wir die Fachbegriffe aus der IT und Telekommunikationsbranche.

Das Internet of Things (IoT, dt: Internet der Dinge) beschreibt eine dynamische Infrastruktur zur Vernetzung von Geräten, Maschinen und Objekten aller Art, die über ein Netz selbstständig kommunizieren. Dank ständiger Verbindung zum Internet können sich die „intelligenten“ Dinge autonom managen, konfigurieren oder mit angeschlossenen Datensystemen interagieren. So sind sie fähig, ohne menschliches Zutun Entscheidungen zu treffen und situationsbedingt auf Szenarien zu reagieren.

Intelligente Technik: Vom Sensor bis zur Cloud  

Damit physische Gegenstände virtuell und somit intelligent werden, sind sie mit einer ganzen Reihe zusätzlicher Hardware ausgestattet: Stromsparende (Embedded) Prozessoren übernehmen kleinere Rechenaufgaben. Sensoren, Smart Meter oder sogenannte RFID-Tags (Radio Frequency IDentification) können unterschiedliche Betriebs- und Geräte-Informationen erfassen. Dank integrierter Funk-Module tauschen die vernetzten Geräte ihre erhobenen Daten drahtlos, selbstständig und oft nahezu in Echtzeit aus. Die Datenspeicherung und -verarbeitung kann lokal auf firmeneigenen Servern erfolgen oder in cloudbasierten Infrastrukturen eingebunden sein (Infrastructure as a Service, IaaS).

Übergreifende Vernetzung von Internet of Things in allen Bereichen


Übergreifende Vernetzung in allen Bereichen

Anwendung für das Internet of Things findet man mittlerweile in nahezu allen Lebensbereichen und Branchen. Unterschieden wird zwischen IoT-Konzepten für den Endverbraucher (z.B. Smart Home, Smart Car, Smart City) und den Wirtschafts- bzw. Industriebereich. Vom Dienstleistungssektor, der Gesundheitsbranche und dem Verkehrswesen über die Produktion (Industrie 4.0) und Landwirtschaft bis zur Logistik, optimieren IoT-Anwendungen mittlerweile Abläufe in nahezu allen erdenklichen Branchen. Dabei können auch unternehmensintern Bereiche wie Energie- und Gebäudemanagement, Vertrieb und Buchhaltung integriert werden.

Sicher, effizient und kostengünstig: Mit Internet of Things zur Automatisierung

Übergeordnetes Ziel der Vernetzung ist es, Geschäfts- und Produktionsprozesse zu optimieren, während Kosten und Risiken gesenkt werden. Das gelingt in erster Linie durch Automatisierung und gezielte Datenanalysen (Big-Data-Analytics). Programme mit (selbstlernenden) Algorithmen werten enorme Datenmengen aus, erkennen komplexe Zusammenhänge und vereinfachen so die Überwachung, Koordination sowie (energie-) effiziente Produktion.

Fließen Daten aus mehreren Systemquellen wie Fertigung, Vertrieb und Marketing zusammen, kann die Software beispielsweise Prognosen zur Absatzmenge oder den Rohstoffbedarf errechnen. Zugleich erkennen die vernetzten Geräte dank automatisierter Betriebsdatenanalyse frühzeitig Störungen (Predicitve Analytics), kündigen Wartungsarbeiten an und können selbstständig nach Problemlösungen suchen. So ermöglicht Internet of Things entlang der gesamten Wertschöpfungskette ein nachhaltigeres, sicheres sowie zeit- und kosteneffizienteres Qualitätsmanagement.

Mit Smart Data langfristig wettbewerbs- und zukunftsfähig

Unabhängig ihrer Größe und Branche stellt sich für viele Firmen daher nicht die Frage, ob sie Internet of Things-Anwendungen in ihr Business implementieren, sondern wie. 76 Prozent weltweit befragter Unternehmen sehen den Einsatz von IoT bereits als entscheidend für ihren künftigen wirtschaftlichen Erfolg. Um von der Vernetzung zu profitieren und sich Wettbewerbsvorteile zu sichern, müssen Unternehmen die gewonnenen Daten effektiv nutzen. Langfristig können sich Unternehmen so durch Qualität und Individualität ihrer Leistungen von den Mitbewerbern abheben, ihre Geschäftsmodelle erweitern und wertvolle Ressourcen sparen.

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