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Smarter Garten: Mit der digitalen Gießkanne übers intelligente Beet

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Endlich wieder die Wohnzimmer-Couch gegen eine Hängematte im Garten eintauschen –  so ein eigenes Naherholungs-Idyll ist schon Luxus. Vor allem, wenn sich die lästige Gartenarbeit fast von alleine erledigt: Deine vernetzten Pflanzen melden via App einfach selbst, was sie brauchen, und digitale Hightech-Gärtner sorgen dafür, dass alles im grünen Bereich bleibt – der Smart Garden soll‘s möglich machen.

Kaum recken sich die ersten zarten Blüten der Frühlingssonne entgegen, heißt es für viele wieder „Ab ins Beet“ – oder eher „App ins Beet“? Wer bei der Pflanzenbetreuung bislang zwei linke Hände ohne grüne Daumen bewiesen hat, kann sich nicht nur beim Indoor-Gärtnern im Green Home technische Unterstützung holen, sondern natürlich auch im Außeneinsatz. Beim Gartenmanagement unterstützen Dich bereits unzählige Apps, während einige Gadgets die lästigsten Gärtneraufgaben direkt selbst anpacken. 

 

Roboter Tertill autonom auf Unkraut-Jagd

Unkraut vergeht nicht. Daran kann auch das Start-up Franklin Robotics nichts ändern, möchte Dich aber mit dem Roboter Tertill im Kampf gegen das unerwünschte Grünzeug unterstützen – ganz ohne Chemikalien, dafür mit komfortabler Smartphone-Steuerung via Bluetooth. Setzt Du Tertill im Garten aus, macht sich der solarbetriebene Robot eigenständig auf Unkrautvernichtungs-Tour. Dabei erkennen Sensoren große Pflanzen, um die das robuste Gadget einen Bogen macht, während kleinere Gewächse im Häcksler landen. Genau hier liegt auch die Schwachstelle, denn ob Tertill tatsächlich Unkraut oder die ersten zarten Sprosse auf dem Gemüsebeet zerlegt, kann der automatische Gärtner nicht unterscheiden. Pflanzen, die kleiner als 2,5 Zentimeter sind, müssen daher mit speziellen Überziehern markiert werden. Damit der rollende Robot nicht in Nachbars Garten ausbüxt, musst Du ihm außerdem mit Holzlatten oder einem Zaun klare Grenzen aufzeigen. Obwohl Tertill noch nicht ganz über die Prototypen-Phase hinweg ist, sollst Du ihn ab dem 13. Juni schon auf Kickstarter vorbestellen können.  Klappt es mit der Finanzierung, soll der Unkraut-Roboter noch in diesem Jahr seinen Dienst in heimischen Gärten antreten.

 

Quelle: Youtube /Franklin Robotics

 

Digitale Gartenplanung mit dem My Garden Guide

Wer sich schon vor dem ersten Schaufel- und Schubkarren-Einsatz ein genaues Bild von seinem Traum-Garten machen möchte, braucht entweder Fantasie oder einen interaktiven Guide wie die App Yates – My Garden. Mit dem Augmented Reality-Tool „Garden Visualiser“ kannst Du Beete, Sträucher und Blumen virtuell über die Kameraansicht Deines Smartphones an Ort und Stelle verpflanzen. Steht der Plan für die Begrünung fest, leitet Dich die App mit einem Produkt-Finder, Inspiration aus der Garden-Club-Community und jeder Menge Tipps durch alle Phasen der Gartenpflege: von der Auswahl des Saatguts über die Pflanzen- und Gemüsezucht bis zum Schnitt und der Ernte.

 

Video: Youtube / weblingshowcase

 

Jetzt blüht dem Garten Hardware: Pflanzen-Monitoring via App

Zwischen Büschen, Blumen und Kräutern sprießen im Smart Garden immer öfter auch Sensoren, die Dich über die Bedürfnisse Deines Gartengrüns auf dem Laufenden halten. Während auf dem Balkon und der Terrasse bereits die Parrot Pots Deine Pflanzen mit Wasser versorgen, informiert Dich im Garten der Bluetooth-Flower-Power-Sensor über die Lage im Beet und liefert via App passende Pflege-Anleitungen – Gießkannen schleppen musst Du hier allerdings noch selbst. Genau das möchte Dir die nächste Generation smarter Gärtner abnehmen. Beispielsweise übermittelt der Edyn Garden Sensor nicht mehr nur Werte zur Bodenfeuchtigkeit, Lichtintensität und Temperatur an Dein Smartphone, um sie via App auswerten zu lassen. Sein Kollege Edyn Water Valve sagt auch gleich der vernetzten Bewässerungsanlage Bescheid, wenn sie ihren Dienst antreten soll – ein cleveres Konzept, das künftig öfter Früchte tragen könnte.

 

Video: Youtube / Edyn Garden

 

Wasser Marsch – ganz nach Bedarf und Wetter

Selbst wenn Du eigentlich keine Zeit und Mühen scheust, um Dein kleines Paradies eigenhändig in Schuss zu halten, könnte das intensive Pflegeprogramm spätestens beim dreiwöchigen Spanien-Urlaub ins Stocken geraten. Statt Deine Pflanzenpracht in der sengenden Sonne sich selbst zu überlassen, kümmert sich die smarte Sprinkler-Anlage Rachio Iro um Deine grüne Oase. Dafür fütterst Du die dazugehörige App lediglich mit Informationen zu den Grundstückseigenschaften und den vorhandenen Pflanzenarten. Unter Berücksichtigung der aktuellen Wetterlage sorgt das Wifi-System dann ressourcenschonend und von ganz allein für eine maßgeschneiderte Bewässerung.

 

Video: Youtube / Rachio

 

Besser abschneiden bei der Rasenpflege

Wenn das grüne Idyll dank intelligenter Rundum-Betreuung sprießt, gedeiht und blüht, könnte eigentlich nur noch eines die Gartenfreude trüben: der vor sich hin wuchernde Rasen. Klar, dass sich über diese lästige Arbeit schon einige verschwitzte Köpfe Gedanken gemacht haben. Und so ziehen auf heimischen Grünanlagen bereits automatische Mäh-Roboter wie der Robomow oder Bosch Indego 1000 Connect unermüdlich ihre Runden. Bedienen, programmieren und überwachen lassen sie sich natürlich per Mobile-App. Während Du dem Bluetooth-Rasenmäher Robomow entspannt von der Hängematte bei seiner Arbeit zusehen kannst, lässt sich der Gras-Trimmer von Bosch dank GSM-Verbindung sogar vom Urlaubsort oder Büro aus in Gange bringen.

 

Video: Youtube / Robomow

 

Im Liegen gärtnern mit dem Gardena Smart System

Wenn Du mit Gartenarbeit generell möglichst wenig am Hut haben möchtest, könnte der Lösungsansatz von Gardena ein wahrer Lichtblick sein. Bei dem Gardena Smart System kannst Du gleich mehrere Geräte vernetzen, diese über eine App steuern und einzelne Funktionen aufeinander abstimmen. Dann veranlasst zum Beispiel der smart Sensor anhand der Feuchtigkeitswerte im Boden das Bewässerungssystem smart Water Controll seine Dienste zu verrichten. Und der automatische Rasenmäher Sileno könnte sich nicht nur an den Intervallen der Sprinkleranlage orientieren, sondern ebenfalls an den sensorisch ermittelten Daten. Bislang arbeiten die einzelnen Komponenten allerdings weitgehend autonom nach einem vorprogrammierten Zeitplan – auch das könnte ja so manch stressgeplagten Freizeitgärtner entlasten.

Spannend bleibt, ob sich das Unkraut im Smart Garden der Zukunft auch von alleine jätet und die Heckenschere selbstständig die Büsche stutzt. Aber ein bisschen Spaß sollte dem Hobbygärtner ja doch noch bleiben, oder?

 

Du schwingst lieber eigenhändig den Wasserschlauch, trimmst Deinen Rasen selbst und hast Deine Pflanzen auch ohne technische Unterstützung ganz gut im Blick? Schreib uns, was Du von den kleinen Helfern im Smart Garden hältst!

 

Titelfoto: ©2017 Rachio, Inc.
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